Samstag, 11.Januar 2014

Heute geht es mit Chevoy, Sean, Anni und Oris in die BlueMauntains.

Wir machten uns fertig, zogen unsere bequemsten Schuhe und Anziehsachen an und machten zwei tragbare Kühlboxen mit allen möglichen Snacks und essen fertig, verfrachteten es ins Auto und fuhren nun zu fünft nach Katoomba (Stadt der BlueMauntains) und fuhren als erstes zum sogenannten Echo-Point. Von hier aus kann man wunderbar die Three Sisters sehen und hat einen wunderschönen Ausblick auf das Tal der BlueMauntains – wirklich wunderschön!!! Anschließend gingen wir den Three-Sisters-Walk steil bergab und dann wieder bergauf und bestiegen die Three Sisters am Wanderpfad – Es war wirklich wunderschön und so tolle Aussichten zu haben – vor allem diese Weite, die unendliche Weite hat mich so fasziniert. Es ist wirklich unglaublich, dass es solche Naturphänomen gibt.

Nun ging es von den Three Sisters über einen Walkingtrack wieder zurück zum Echo-Point wo wir zwei große und schwarze Kakadus gesehen haben (Sie sind sehr selten – und werden in Australien oft – leider – von geldgierigen Leuten gefangen und für sehr teures Geld wieder verkauft. Diese Vogelart ist sehr selten und steht unter Naturschutz! Die weißen Kakadus sind sehr häufig und werden dementsprechend nicht gejagt, während die Schwarzen eine Mutation der weißen Kakaduvogelart ist. =) Also – Augen auf in der Natur – man sieht mehr, als man glaubt. =)

Da die Wanderung uns aber echt zu schaffen machte, gingen wir zum Auto zurück und holten unsere Kühlboxen heraus und machten ein ausgiebiges Picknick, wobei die Enten tolle Gesellschaft leisteten. =) Anschließend ging es wieder weiter zur ScenicBahn – eines der größten Gondeln weltweit –. Es gibt drei Gondelstrecken in den BlueMauntains. Eine Strecke ist die steilste Gondelstrecke der Welt  – 52 Grad -! Es war fast wie auf der Hollzachterbahn im Heide-Park Soltau. Echt klasse!

Zuerst fuhren wir mit der Scenic-Gondel zu einem Aussichtspunkt der BlueMauntains und zu einem berühmten Wasserfall der BlueMauntains. Es war ein sehr heißer Tag, sodass wir vom Walkingtrack abgesprungen sind – unsere FlipFlops ausgezogen haben und den Weg bis zum Wasserfall im Fluss bzw. Bach aufwärts gelaufen sind, statt auf dem Walkingtrack zu laufen =) Tolle Abkühlung. Am gigantischen Wasserfall angekommen hatte ich plötzlich wieder das Gefühl, dass wir in Deutschland sind – einer im Dortmund-Trikot, einer im Schalke-Trikot, eine älteres Ehepaar spricht deutsch, eine Backpackergruppe spricht auch deutsch, fast jeder hatte einen Deuter-Rucksack und waren gegenüber anderen Touristen sehr pampig und machten sich vor dem Wasserfall für verschiedene Posen breit – typisch deutsch!! Man erkennt in Australien die Deutschen Backpacker sehr gut schon allein an deren Verhalten und Kleidung. – Erschreckend viele Deutsche! =( So war ich froh, dass ich mit Chevoy, Anni, Sean und Oren weitergehen konnte.

Nun ging es mit der 52 Grad steilen Gondel zu den Minen. Wir besichtigten die Minen in den BlueMauntains und schauten uns das Freilichtmuseum an, das sehr interessant war und liefen noch mal drei Kilometer durch die BlueMauntains. =) Es war wirklich wunderschön gewesen. =)

Nun ging es mit der letzten Gondel wieder zurück zum Auto. Von dort aus fuhren wir wieder 1 Stunde bis nach Sydney bzw. Seven Hills und gingen zwischendurch noch mal kurz shoppen (Nutella und Wasser – Lebenswichtig =))

Am Abend erhielten wir im Hause von „Seven Hills“ Besuch. Freunde von Chevoy und Sean kommen auf ein kleines Plauder-Ründchen und BBQ vorbei. Es war sehr schön gewesen. =)

Die Party sollte um 7 Uhr anfangen – Australier haben es aber nicht so mit Pünktlichkeit. Wenn man eine Verabredung, Meeting oder ähnliches mit einem Australier hat, soll man sich nicht wundern und es auch nicht persönlich nehmen, wenn die „mal eine halbe Stunde oder Stunde später kommen“ – Für die Australier ist es keine Sünde oder ähnliches, es ist etwas ganz normales und selbstverständlich. In Deutschland würde man sich direkt für die späte Ankunft entschuldigen bzw. dem Gastgeber sofort texten, dass der Zug oder ähnliches Verspätung hat. Den Australiern juckt so etwas nicht – sondern sie fragen eher – wo ist das Problem, wenn ich ein bisschen später komme?! Dementsprechend ist alles ziemlich locker, flexibel und easygoing!! Ich liebe diesen lifestyle – all good – all cool – don´t worry about that! =) Deutschland sollte sich auch  mal eine Scheibe Davon abschneiden. =)

Wir waren insgesamt 15 Leute – jeder brachte etwas zu Essen und etwas zu trinken für sich selbst mit. Manche hatten Kinder mitgebracht, andere sind allein gekommen – alles sehr locker. Die Kinder konnten bis zum Abend noch lange auf dem Hof Basketballspielen, während die Eltern bzw. älteren Geschwister am Lagerfeuer noch gesessen und getrunken haben.

Erstaunt hat mich aber eine Sache – die Verschmelzung in einer solchen Gesellschaft von Hörenden mit Gehörlosen. Ich habe so etwas noch nie erlebt. Jeder, wirklich jeder auf der Feier konnte die Gebärdensprache. Manche Eltern hatten hörende Kinder oder auch gehörlose Kinder, manche gehörlose Frauen hatten einen hörenden Mann, manche waren selbst hörend und identifizieren sich mit der Gehörlosenkultur und verabscheuen die „hörende“ Welt, weil sie selbst in einer gehörlosen Familie aufgewachsen sind (CODA – Child of Deaf Adulds). Es ist wirklich erstaunlich, dass sogar die Kinder von gehörlosen Eltern, obwohl sie selbst hörend sind die Gebärdensprache super beherrschen und gleichzeitig lautsprachlich sehr gut miteinander kommunizieren können. Aber auch bei Pärchen, wo der eine Teil hörend und der andere Teil gehörlos ist – wie gut es mit der Kommunikation trotz allem klappt und sich niemand ausgeschlossen gefühlt hat. Ich war mehr als nur sichtlich erstaunt darüber und habe mir gewünscht, dass es das auch in Deutschland gibt. Denn hier in Australien leben Gehörlose und Schwerhörige mit in der Gesellschaft, während in Deutschland Exklusion herrscht – und Gehörlose am Rande bzw. Außerhalb der Gesellschaft leben. Hier in Australien ist es fast wie selbstverständlich, dass man trotz einer Behinderung ein vollständiges Mitglied der Gesellschaft ist, während in Deutschland alle sofort einen Satz nach hinten machen und man wie ein Alien gemustert wird, sobald man sagt, dass man gehörlos ist. =(

Eine Begegnung mit Ian wird sogar am Donnerstag fortgesetzt – denn Ian möchte uns das Surfen beibringen bzw. geht mit uns in der Nähe von der Manly Beach surfen. =) Darauf freuen Anni und ich uns schon sehr. =) Ian wurde für die World-Championship in Japan nominiert und hat sogar daran teilgenommen und ist 4. Geworden. In zwei Jahren findet das wieder statt und Ian ist wieder nominiert worden. =) Also einer der besten Surflehrer in Australien wird mit uns am Donnerstag in Sydney surfen gehen. Wir freuen uns schon darauf. =)

Bis in die späten Abendstunden hinein plauderten und quatschten wir über Gott und die Welt. Ich habe die verschiedenen Unterhaltungen mit den unterschiedlichsten Menschen genossen und habe dabei auch sehr viel interessantes und Neues erfahren, was ich auch mit nach Deutschland nehmen werde. =)

Nun geht es jetzt aber wieder ins Bett – Denn der Tag ist schon wieder vorüber! =( LEIDER!

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