Freitag, 27.September 2013

Nach einem „ausgiebigen“ Frühstück aus Schokocrossaint und billigen Zucker-Orangensaft ging ich nun zu der abgesprochenen Stelle, wo die Oma Marry mich zum Abholen einladen wollte. Dann stieg ich in das weiße Auto ein und sie fragte mich, ob ich denn nicht Lust auf einen Cafe hätte.

Ich hatte plötzlich ein ganz komisches Gefühl – ich steige einfach so zum Putzen bei einer Oma ins Auto und sie fragt mich, ob wir Cafe trinken wollen?! In dem Moment habe ich mich über mich selbst geärgert, wie man denn so naiv sein konnte. Aber nu gut – wir fuhren zu ihrem Stammcafe. Man kannte sie dort (was mich beruhigt hat) und ich trank meinen Pinapple-Fruit und sie ihren Cafe. Wir sprachen ganz lange miteinander über Gott und die Welt. Sie nahm sich für mich richtig Zeit, sprach langsam und ohne den Australischen Akzent und wenn ich beim dritten Mal immer noch nicht verstanden habe, was sie sagte hat sie es dann aufgeschrieben.

 

Mary mit ihrer Freundin im Cafe

Mary mit ihrer Freundin im Cafe

Sie ist wirklich nett und geduldig mit mir gewesen. =) Von dort an verflogen alle Sorgen. Sie ist einfach nur eine ältere Frau, die ein bisschen Unterhaltung braucht. Später stieß ihre Freundin Linda dazu, die gerade eben aus Regensburg, Deutschland nach Australien zurückgekommen ist.

Nach einer Stunde fuhren wir durch die ganzen Vororte von Brisbane. Die Häuser waren sehr schön und alle nach der typischen Bauweise von Australischen Häusern vor 50 Jahren. Alle sind auf Stelzen gebaut (wegen der Fluten) und der Eingang ist im 2. Stock (Auch, wegen der Fluten) und alle Häuser haben eine Veranda und einen echt tollen Vorgarten. Es sind keine Steinhäuser – sondern einfache Holzhäuser. Nach mehreren Kilometern durch die ganzen Siedlungen habe ich echt gedacht, dass sie vielleicht auch so ein schönes Haus hat. Als ich das gedacht habe – sah ich ein Haus, das sehr heruntergekommen ist. Da sagte sie auch schon:“ We´re there. That´s my house.“ Und ich dachte nur: “Na toll, wie bei meinem Opa!”

Mein erster Putzjob in Aussie

Mein erster Putzjob in Aussie

Wir stiegen aus und Marry zeigte mir ihr Haus und den Vorgarten. Ich sollte ihre Küche auf den Vordermann bringen. Denn sie hatte vier Freunde für einwöchigen Besuch in ihrem Haus gehabt und sie haben nichts sauber gemacht. So sah es auch aus. Komplette Berge von Essensresten und versteckte Lebensmittel in den Schränken, die schon verschimmelt waren, oder auch Maden hatten (rohes Fleisch bei der Hitze im Schrank) etc. Der Gestank von abgestandenen Wasser in einer Mischform mit Soßenresten stieß ständig auf.

Auf die Details will ich jetzt nicht weiter eingehen. Den Kloß voller Ekel musste ich erst mal herunterschlucken – aber dann dachte ich mir – mach es so wie bei Opa und dann ging es auch. Nachdem die Küche clean ist, habe ich im Arbeitszimmer und Schlafzimmer gestaubsaugt, wo man zwei Kondompackungen gefunden hat (Alles weiter lasse ich mal weg =))

Wir tranken zum Abschluss noch einen Tee. Dabei tauschten wir uns über verschiedene Länder und Erfahrungen aus. Da sagte sie, dass sie mir etwas nahe bringen möchte und mir etwas auf dem Weg mitgeben möchte.

Tea-Time

Tea-Time

Ideas:
If you give me 1 Euro
and I give you 1 Euro
we both have one Euro

But if you give me one idea
And I give u one idea
We both have 2 ideas

Ich fand es so genial und so toll, dass ich es mein Leben lang beherzigen möchte und es nur noch weitergeben kann.
Schließlich brachte sie mich zurück in die Stadt zur Edward Street zum Training für das Interview. Dort übte ich mit dem Praktikant Matt, wie man ein Interview macht. Es war zwar nicht wirklich lehrreich und super – aber naja, ich habe es mal für ein paar Minuten geübt. =)

Dann kauften wir wieder ein und haben den Tab bzw. den Abend auf dem Deck vom Hostel ausklingen lassen. =) Ich ging ein bisschen früher ins Bett, da ich morgen ganz früh aufstehen wollte – da es zu dem Lone Pine (Auffangstation) geht.

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