Mittwoch, 23.Oktober 2013

Auf dem Weg nach Dalby

Auf dem Weg nach Dalby

Heute werde ich meinen ersten bzw. zweiten Job in Jandowae antreten! So stand ich in aller Frühe auf, packte meine Sachen zusammen und machte mich auf dem Weg zur Upper Roma Street. Voller Vorfreude auf den Job fiel es mir überhaupt nicht schwer Brisbane endlich hinter mich zu lassen. Ich war sogar richtig froh drum endlich etwas anderes sehen zu können bzw. wieder weiterreisen zu können und endlich arbeiten zu können. Während ich auf dem Bus wartete ist mir aufgefallen, dass ich kein sesshafter Typ bin. Ich kann nicht lange an einem und demselben Ort bleiben. Mich langweilt eine Gegend sehr schnell und es macht mich auf Dauer unglücklich bzw. unzufrieden, wenn ich tagein und tagaus immer dasselbe sehe. Ich brauche jeden Tag etwas Neues, was ich sehen bzw. erleben kann. Das Reisen brauche ich, wie die Luft zum Atmen.

Überall in den Nachrichten und im Fernsehen wird über die Buschfeuer von New South Wales berichtet. Das Feuer weitet sich momentan durch die unkontrollierten Winde aus. Trotzdem hat die Feuerwehr alles soweit unter Kontrolle.  Für alle Deutschen – Mir geht es gut – Ich bin nicht davon betroffen und bin wirklich WEIT WEG von den Buschfeuern, auch, wenn es für euch auf der Karte nicht so weit weg erscheint – Es ist für mich hier so weit weg wie das Ruhrgebiet von Spanien!! =) Also – ALLES IST GUT!! =)

Nach einer fünfstündigen Busfahrt und einem fünfstündigen Gespräch mit einem Farmer aus Charlesville stieg ich in Dalby aus und wurde von Bronwyn, meiner neuen Chefin empfangen. Wir gingen zusammen zum Auto und machten uns auf dem Weg zu meiner neuen Heimat und zu meiner Arbeitsstelle für die nächsten Wochen. Wir sprachen über Familie, Weihnachten und über das Land und über das Dorf Jandowae. Sie erzählte mir, dass das Dorf drei Pubs hat, einen Golfclub und eigentlich mittlerweile nur Stammgäste vorbeikommen und sie ganz lieb sind und ich immer zu ihr kommen kann, wenn etwas ist. Ich fühlte mich wohl und fühlte mich gut aufgehoben.

Auf dem Weg nach Jandowae

Auf dem Weg nach Jandowae

Nachdem wir einen Zwischenstop bei der Bank gemacht haben kamen wir endlich nach 45 Minütiger Autofahrt an der Mainstreet zeigte sie mir mein neues Zimmer und den Pub. Es gefiel mir auf Anhieb. Es ist ein traditioneller Pub mit ganz vielen Trophäen und Bildern vom Golfclub in Jandowae, vom Tennisclub in Jandowae, von einem ehemaligen Bewohner Jandowaes, der viele Medaillen gewonnen hat (James Ipswich), Melbourne Cups aus den verschiedenen Jahren und Footballspielen. Es ist wirklich total toll eingerichtet und so wie man es sich im Film auch vorstellt. Dann kann man dort kostenlos und so viel wie man möchte Billiard spielen.

Mir fiel direkt auf, dass es im Pub überhaupt nicht laut ist und auch keine Musik läuft. Hier muss man in Pubs aufgrund der Musiksteuern (wie in Deutschland die GEMA) für Musik bezahlen. Die meisten Pubbesitzer sehen es nicht ein dafür Geld zu bezahlen und kaufen sich daher meistens eine Musik Junkebox, wo man dann zwei Dollar Coints für zwei Songs einwerfen kann und man dann zwei Lieder bzw. Songs aussuchen kann, die abgespielt werden sollen. Total cool! Ich finde es wirklich mehr als klasse und total cool. Ich finde, dass man das in Deutschland auch mal einführen sollte. =)

Zudem haben sie hier auch einen Spielautomaten, der hier wohl der totale Hip sind. Hier kannst du für Einen Dollar einen Los kaufen bzw. ziehen, wo dann drei Männer drauf sind bzw. im besten Fall drei gleiche Männer für einen Gewinn. Sind aber drei unterschiedliche oder zwei gleiche und ein anderer drauf, hat man eine Niete. Da kann man dann 1-250 Dollar gewinnen. (Laut Bronwyn ist durchschnittlich jeder fünfte Los ein Gewinn) – also die Chancen sind gar nicht mal so schlecht. =)

Neben dem Pub ist direkt der Bottle-Shop (Alkoholgeschäft für Take-away (zum Mitnehmen)). Er ist nicht sehr groß – drei große Kühlschränke und die Verkaufstheke beinhalten den Bottle-Shop. Dann hat das Exchange Hotel ein Restaurant mit einem großen Dinning-Room für ca. 40 Leute. Dort kann man zwischen 12-14 Uhr Mittagessen und zwischen 18-20 Uhr sein Abendessen zu sich nehmen.

Das Exchange Hotel hat einen großen Biergarten mit einer superschönen Grünanlage. Es ist wirklich toll dort zu sitzen und die Stille und das alles zu genießen.

Ein Stockwerk drüber befindet sich das Hotel – Es sind 8 Zimmer mit jeweils einem bis zwei Betten und einem Waschbecken. Die Toiletten und Duschen befinden sich auf der Veranda. =) Es ist sehr spärlich und einfach ausgestattet. Es reicht aber um zu leben.  Ich habe Room No 1=)

Das Team besteht aus Bronwyn und ihrem Mann Alistair. Mittwochs, Freitags und Sonntags arbeitet eine ältere Frau namens Roz auch dort im Pub, Bottle Shop und im Restaurant und hilft dort aus. Morgens kommt eine Putzfrau namens Kayle vorbei und macht das Hotel oben bzw. putzt den Boden und die Toiletten vom Pub und dem Restaurant.

Nachdem ich in einem Schnelldurchlauf alles erkundigt habe habe ich nachdem ich eine Stunde dort angekommen bin direkt die Arbeit im Pub unten aufgenommen – mich vorgestellt und auch direkt 8 Stunden durch bis um 23 Uhr gearbeitet bzw. mich eingearbeitet.

Müde und erschöpft von den vielen verschiedenen Eindrücken bin ich um Mitternacht endlich eingeschlafen und habe dann bis zum nächsten Morgen um 9 Uhr durchgeschlafen.

Willkommen im Herzen von Australien

Willkommen im Herzen von Australien

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