Montag, 21.Oktober 2013

On the way to Moreton

On the way to Moreton

In aller Frühe geht es nun los nach Moreton Island. Ich packte meine Sachen zusammen und ging mit Samt und Pack vor das Hostel und wartete um Punkt 6 Uhr auf den Bus, der mich abholt und mich zum Hafen von Brisbane fährt. Es kam aber kein Bus, sondern nur ein Taxi (schwarz-weiß sind die Taxis in Australien). Ich wunderte mich und fragte ihn, warum ich denn ein Taxi bekommen würde und nicht mit dem Bus mit mehreren anderen fahren würde. Er sagte, dass sich kein anderer mehr dafür angemeldet hat und das Taxi bei solchen Umständen dann günstiger ist. Wir hatten dadurch sehr viel Zeit und so machte mein Taxifahrer einen Schlenker um den „Kangaroo Point“ (Aussichtspunkt über Brisbane) und holte für mich einen Kakao auf seine Kosten. Wir setzten uns auf die Motorhaube und hatten ein sehr kurzes aber tolles und intensives Gespräch über seine Herkunft in Namibia. Ich habe die Fahrt und das Gespräch sehr genossen. Er erzählte von seiner Familie und wie er jetzt nach Australien gekommen ist und was er für ein Empfinden gegenüber Deutsche hat (Auch dort hat Deutschland leider fast nur negatives hinterlassen). Es war eine sehr überraschende, aber auch interessante Begegnung. Er gab mir zum Schluss seine Visitenkarte und würde mich jederzeit und immer überall hinfahren wollen, was um Brisbane herum ist. Ich bedankte mich und ging zum Schalter, um mein Ticket für die Fähre anzumelden.

Mit der Fähre ging es dann am Brisbane River (längster Fluss in Süd-Westen von Queensland) zum Moreton Bay nach Tangalooma. Während der Fahrt sah ich vier Delphine. Es war wirklich sehr toll und unglaublich, wie nach 20 Minuten Fahrt mit der Fähre plötzlich ein Delphin springend neben uns auftaucht. Ich habe gar nicht nach Delphinen gesucht und Ausschau gehalten. Ich träumte vor mich hin und schaute auf die Weite des Meeres und da sah ich plötzlich, wie ein Delphin aus dem Wasser sprang und wieder ins Wasser hineintauchte. Ich dachte ich wäre im Film – aber es war wirklich Realität.. Echt toll!

Nach einer einstündigen Fahrt kamen wir in Tangalooma an und wir wurden zur Rezeption geführt und ich konnten direkt unser Zimmer beziehen. Allerdings war es nicht das Zimmer, das ich eigentlich bekommen sollte, denn man hat mich ausversehen in die Suites eingetragen. Die günstigsten Zimmer, das auch ich gebucht habe, ist komplett ausgebucht und belegt. So habe ich für wenig Geld (380 Dollar pro Nacht gespart) eine Suite bekommen und konnte mir den Luxus gönnen. Ich hatte sogar einen Golfwagen, der meinen Rucksack ins Zimmer gefahren hat. =) Fast wie in einem Fünfsternehotel. Ich hatte ein Dreier-Zimmer für mich alleine und ein eigenes Bad mit Frotteehandtüchern und Shampoo und Hairconditioner. Dann hatte ich eine eigene Küche und einen Balkon. Den Luxus habe ich mir für diese Nacht echt gegönnt. Echt klasse!!!

Als ich mich im Zimmer schön breit gemacht habe bin ich direkt zum Watersports-office gegangen und habe mich für drei verschiedene Sachen angemeldet.

Zuerst ging es mit dem Segway am Strand entlang zur Küste des berühmten Wracks von Moreton Island. Es war total lustig und wir hatten sehr viel Spaß im Sand herumzucruisen. Ich hätte nie gedacht, dass es so Spaß machen würde (vor allem im Sand). =) Wir hatten sehr viel Spaß. =)

Segway

Segway

Interessant war auch die Begegnung und Unterhaltung mit Justine, eine Polin, die vor 38 Jahren nach Australien ausgewandert ist. Denn sie hat als Kind in Bierun Nowy (wenige Kilometer von Ausschwitz entfernt gelebt). Ihre Geschichte und ihre Erlebnisse waren in den drei Stunden wirklich nur ein kleiner Bruchteil von dem, was sie wirklich erlebt hat – aber sehr berührend.

Nach der tollen Segwaytour schnappte ich mir ein Surfbrett und ein Paddel und ging damit ins Wasser und probierte die tolle Trendsportart „Stand-up-Paddle“ aus. Ich dachte, dass das ganz einfach wäre und total langweilig ist. Es machte aber total viel Spaß. Man paddelt erst mal aufs Meer und steht dann auf. Dabei sollte man gute Körperspannung haben und das Gleichgewicht halten können. Hinzu kommen noch die Wellen (normalerweise macht man das im ruhigen Gewässer – ich wollte aber nicht bis zum Nachmittag warten und sagte, dass ich es jetzt schon probieren möchte), die das ganze erschweren. Es machte echt Spaß und am nächsten Tag hatte ich sogar Muskelkater gehabt. =)

Stand-Up-Paddle-Boarding

Stand-Up-Paddle-Boarding

Nach meinem kleinen Lunch ging es für mich dann zum Schnorcheln zum Wrack. Es war wirklich mehr als nur toll!!! Zuerst gab es ein Sicherheitstraining und eine Schnorchelstunde, wo wir über die Tiere, Fische und Gefahren aufgeklärt worden sind. Dann ging es mit dem Boot direkt zum Wrack und wir schnorchelten mit der kompletten Ausrüstung um die ganzen 11 Wracks herum. Es war wirklich AMAZING!!! Es war wirklich klasse, wie klar das Wasser war und wie das Wrack unter Wasser aussah und wie die Fische um mir herumtanzten und die Farbenpracht der Korallen und der Fische. Ich habe so etwas noch nie gesehen und ich muss sagen, dass ich auch nach mehreren Wochen noch immer fasziniert davon bin, was ich da alles gesehen habe. Die Unterwasserwelt von Australien ist wirklich BEAUTIFUL. Ich sah sogar einen Mantarochen und einen Kupferstreifen-Pinzettenfisch gesehen. Man kann die ganze Farbenpracht und die ganzen Fische gar nicht niederschreiben – so toll war das! =)

Mantarochen

Mantarochen

Kurz bevor ich nächstes Jahr zurückfliege werde ich auf jeden Fall einige Tage im Great Barrier Reef tauchen gehen – das habe ich mir nach dem Schnorchelgang geschworen. =) Wenn das liebe Geld nicht im Weg stehen würde und ich nicht schon Schwimmhäute zwischen den Fingern gehabt hätte, hätte ich bestimmt und sicherlich noch etliche Stunden im Wasser geschnorchelt. =)

Snorkelingtour!

Snorkelingtour!

Aber das nächste Abenteuer wartete ja schon auf mich. Kurz vor 6 Uhr abends, wenn die Sonne untergeht ist Delphin-Zeit. Die Fische sind müde und die Delphine werden wach. Die Delphine kommen an die Küste und warten auf ihr Futter.. Während des Delphin-Lehrgangs lernte ich Petra und Daniel Trab kennen, die vor 9 Jahren aus Deutschland nach Australien ausgewandert sind. Wir unterhielten uns aber trotzdem auf Englisch und gingen nun das Abenteuer gemeinsam an. Wir gingen zum Strand herunter und schnappten uns einen Fisch und watschelten ins Wasser. Mit dem Fisch in der Hand konnten wir nun die Delphine streicheln und zum Schluss zur Belohnung füttern. Es war wirklich klasse und ein wunderschönes Gefühl. Ich hätte niemals erwartet, dass die Delphine sich so glatt und dennoch so zerbrechlich anfühlen. Auch hätte ich nicht gedacht, dass die Delphine so vorsichtig nach dem Futter bzw. den Fisch greifen bzw. fangen. Es war so toll!!!!

 

Ich am Delfinfuettern

Ich am Delfinfuettern

Ein toller und ereignisreicher Tag liegt wieder hinter mir und morgen warten weitere Abenteuer auf mich. Ich habe mich zum Fisch-Feeding, Kookaburra-Feeding und zum Kanufahren angemeldet. Ich freue mich schon auf das was kommt.

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