Samstag, 26.Oktober 2013

Endlich ist Wochenende und ich hätte mich wirklich sehr gefreut, wenn ich jetzt doch ein wenig ausschlafen könnte und mich einfach nur entspannen und relaxxen könnte. Beim Gedanken an das Trinkgeld gestern Abend war ich schon aus dem Bett und auf dem Weg in die Dusche. =)

Das „Badezimmer“ bzw. die Toilette und die Dusche befinden sich auf der Veranda. Es ist in Australien nicht immer so, dass die „Nasszellen“ im Hause sind, sondern am Ende der Veranda. Es ist schließlich immer warm – warum dann also ein richtiges „Bade-Zimmer“ mauern?! Da baut man den Duschkopf an das Ende der Veranda an und hängt einen Vorhang davor – bei der Toilette ebenfalls. Es ist sozusagen ganz offen – nur man hat einen kleinen Duschvorhang vor der Toilette und vor der Dusche. Wo ist das Problem (So die Einheimischen)? Hat natürlich den Vorteil, dass man sich nicht einschließen kann (siehe Montag, 11.November) =)

Ausblick von meinem Zimmer Veranda - und Weg zum Klo =)

Ausblick von meinem Zimmer Veranda – und Weg zum Klo =)

Heute arbeitete ich wieder am Morgen vier Stunden und nach meiner Pause sechs Stunden. Mittlerweile habe ich mich so gut an die Arbeitsbedingungen gewöhnt, dass ich nach ein paar Stunden Arbeit nicht mehr müde bin, sondern die Pausen anfange zu genießen. Ich bin ein wenig durch die Stadt gelaufen und habe mir die ganzen Geschäfte und Shops angeschaut und mich in der Stadt angefangen zu orientieren, wo die Bäckerei, der „Supermarkt“, die Post und die Bank etc. ist. Es ist alles sehr klein. Der Supermarkt besteht aus einer Kasse und einem kleinen „Bücherregal“, wo „alles“ von Spaghettis bis Oliven drin ist (Jeweils nur eine Packung: Frei nach dem Motto: – wenn weg – dann weg). Zudem ist es sehr teuer hier,  die Hälfte des Preises ist gefülhterweise der Transport von Brisbane oder Dalby nach Jandowae.  Die Post-Office-Station ist kleiner als das Erdgeschoss bzw. Wohnzimmer meines Elternhauses und somit nur wenige Quadratmeter groß, während die Bank nur einen einzigen Schalter für alles hat und die Filialleiterin zwei Zimmer weiter ihre Küche und ihren Wohnzimmer hat. (Sie wohnt sozusagen in der Bank). Es ist schon alles sehr crazy hier. =) Aber es gefällt mir hier sehr gut! =)

Noch besser gefiel mir heute aber das Trinkgeld (Heute war der Tag, wo ich am Meisten Trinkgeld bekommen habe – 99 Dollar!!! Es sind fast 100 Dollar – allein nur Trinkgeld (Der erfolgreichste Tag in Jandowae, was das Trinkgeld anbelangt). Es war sehr voll heute und ich habe mich mit jedem einzelnen Kunden sehr gut unterhalten können – ganz gleich auf welchem Niveau und bei welchem Trinkpegel der Kunde sich zu dem Zeitpunkt befand. Nicht nur ich lernte viel von den Leuten und der Kultur hier in Australien kennen, sondern auch sie – die Gebärdensprache, die deutsche Kultur und auch ein paar deutsche Wörter wie „Dankeschön“ oder „Bitte“. Ich hatte sichtlich Spaß an der Arbeit, was sich im Trinkgeld auch bemerkbar gemacht hat.

Heute machte ich auch erste Begegnungen mit „Tieren“ – eher Insekten. In der Dusche haben Kakerlaken ihre Heimat gefunden, während Schabentiere und andere Insekten es sich unter meinem Bett gemütlich gemacht haben. Mein Bett hat leider kein wirkliches Lattenrost mehr (Ich möchte nicht wissen, wer alles vor mir hier in dem Bett geschlafen hat und was hier schon alles getrieben worden ist) – es sind nur noch ein paar Latten, die die Matratze noch gerade eben im Bettgestell halten. Hinter meinem Nachtschränkchen haben einige Spinnen ihr „Häuschen“ über Jahre hinweg gebaut und unter dem Teppich haben Ameisen ihr Bau (- so wie ich Arbeitsstelle und Wohnung unter einem Dach – praktisch nicht?!=)) Bei den vielen „Nachbarn“ konnte ich erst nicht einschlafen, da ich zum ersten Mal eklige Gedanken hatte und mich nicht wohl fühlte.

Meine Haustiere =)=)

Meine Haustiere =)=)

Zu guter Letzt – fiel die Klimaanlage aus bzw. aus der Klimaanlage tropft Wasser. Nach Außen hin habe ich schon zwei Eimer hingestellt, während es innen schon zu spät ist. Denn der ganze Teppich unter der Klimaanlage hat sich schon aufgelöst und das Holz, was unter dem Teppich ist, ist morsch. Jede Rettung ist zu spät – In Deutschland hätte man mein Zimmer aus „Sicherheitsgründen“ schon vor ein paar Jahren evakuiert. =)=)

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s