Sonntag, 27.Oktober 2013

Heute Morgen habe ich endlich frei. Ich schlief mich erst einmal bis mittags aus und kochte für mich Bratkartoffeln, Spargel, Bacon und Ei. =) Endlich konnte ich mal etwas anderes Essen außer Fisch und Chips. Ich habe hier freies Essen und kann so viel Essen, wie ich möchte. Allerdings darf ich nur Sachen essen, die auch auf der Speisekarte stehen. Es ist Pubessen. Es ist einfaches Essen bzw. eigentlich nur Fast-Food. Die ersten Tage habe ich es sehr genossen, dass ich mal wieder kalorienreich essen konnte. Nach 5 Tagen muss ich gestehen, dass es mir jetzt schon echt auf den „Keks“ geht immer Fisch und Chips essen zu müssen.

Plötzlich entdeckte ich – ERDBEEREN – im Kühlschrank. Hin und weg von „den tollen Beeren“ griff ich direkt danach und verzehrte die noch im Stehen vor dem Kühlschrank. Es war wirklich gut endlich mal etwas „vernünftiges“ essen zu können.

Zudem ich jetzt hier in den letzten Tagen einige Selbsttests gemacht habe, was meine Ernährung angeht. Ich habe herausgefunden, dass ich eine Laktoseintoleranz und eine Gluten-Allergie habe. Jedes Mal, wenn ich Milch getrunken habe hatte ich Bauchschmerzen und hatte die typischen Symptome der Laktoseintoleranz und bei Gluten war es sehr ähnlich, wie bei der Milch bzw. Laktose.

Ich habe mit dem Doktor der Stadt gesprochen und darüber geredet. Er sagte mir, dass ich doch mal bei ihm in der Praxis vorbeikommen soll und wir dann zusammen den Test machen würden und er mir dann nach einigen Tagen das medizinische Ergebnis sagen. Da ich heute endlich ein paar Stunden Zeit habe und ich wusste, dass er heute im Dienst ist bin ich nichts wie hin und war erstaunt darüber, dass seine Praxis im Wohnzimmer ist. Er erzählte mir, dass er kaum zu Hause praktiziert, sondern eher immer zu den Patienten hinfährt und sie dann dort versorgt. In Deutschland würde das niemals passieren, schon allein aus hygienischen und sicherheitstechnischen Gründen. Es gefiel mir aber sehr gut, denn noch nie habe ich mich so sicher und so wohl gefühlt, wenn ich zum Arzt gegangen bin. In Deutschland ist beim Arzt immer alles so rein und so kühl, während es hier einfach lebhaft und nett war. Noch am selben Nachmittag kam er in den Pub und teilte mir (während meiner Arbeitszeit) das Ergebnis mit, dass ich mit meiner Vermutung richtig liege und eine Laktoseintoleranz und eine Gluten-Allergie habe und schrieb mir alles auf, was ich essen darf und was ich nicht essen darf bzw. vermeiden sollte, während ich für andere Kunden zapfte. =)

Ich war richtig erstaunt darüber, dass der Arzt nichts dafür haben wollte und mir sogar noch Trinkgeld gab und es als normal bzw. selbstverständlich angesehen hat, dass er während der Dienstzeit in den Pub geht ein Bier trinkt und es mir dann „by the way“ kurz alles aufschreibt, was ich zu beachten habe und was nicht. In Deutschland würde man dann direkt mit Schweigepflicht, seperaten Raum und den ganzen Kram ankommen und es niemals machen.

Heute war es nicht wirklich busy – darum hatte ich schon um 8 Uhr Abends Feierabend und konnte dann schon ins Zimmer und mit meiner liebsten und besten Familie und dem wunderbarsten Mann Timo zu Hause skypen. Nun konnte ich nach 47 Stunden Arbeit in Fünf Tagen entspannt ins „Wochenende“ gehen.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s