Montag, 18.November 2013

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer guten Dusche ging es nun in den Bunya Mauntains. =) Es ist ein Nationalpark zwischen Toowoomba, Chinchilla, Jandowae, Bell, Kingaroy, Nanango und Dalby. Mit dem Auto fuhren wir dorthin und fuhren zu verschiedenen Aussichtspunkten und genossen einfach den tollen Ausblick über das weite weite Land Australien.

Unterwegs trafen wir auf sehr viele Kängurus. Das Land hier ist sehr fruchtbar und dadurch, dass es ein Nationalpark ist darf nicht geschossen werden und sie können hier unbeschwert den Farmern das Gras wegfressen. =)

Wir machten eine 4 km lange Buschwanderung. Es hat richtig Spaß gemacht. Denn Jesse kannte sich dort sehr gut aus. Er ist mehr oder weniger in den Bunya Mountains groß geworden und hat hier über vier Jahre lang gearbeitet und kennt sich schon allein durch seinen Beruf mit den Bäumen und der Vegetation aus. Es war sehr interessant und sehr aufschlussreich. Zum Teil waren dort über 800 Jahre alte Bäume, die gar nicht so alt aussehen bzw. man würde nicht denken, dass dieser kleine Baum über 800 Jahre alt ist. Zudem hat Jesse mir sehr viel auch von den Aborigines und der Medizin mit den Bäumen erklärt und gezeigt. Jetzt fühle ich mich ein wenig sicherer, wenn ich mich mal doch noch im Busch verlaufen sollte. Ich weiß jetzt zumindest von welchem Baum ich die Wurzeln rausnehmen kann und problemlos essen kann und woran ich erkennen kann, ob in der Nähe Wasser vorzufinden ist oder nicht. Es ist sehr interessant gewesen.

Kurz bevor wir zurückgehen wollten trafen wir auf einen kleinen Shop, wo man sich etwas zu essen bzw. zu trinken holen konnte. Davor waren einige Bänke und ganz viele Papagaien. Es war so cool gewesen. Denn sie fliegen dich ohne weiteres an – auf den Kopf, auf den Arm und auf die Schultern. Bei dem ersten Papagai habe ich mich sehr erschrocken, denn ich habe überhaupt nicht damit gerechnet – fast hätte ich ihn vor lauter Schreck geschlagen. =)=) Die Papagaien sind sehr zutraulich. Wenn du dir im Shop etwas zu essen kaufst, wirst du nie allein essen, es sei denn du isst im verschlossenen Auto. =)

Nachdem wir durch die Bunya Mountains gelaufen sind und geklettert sind, sind wir nach Bell zur Mum von Jesse gefahren. Jesse´s Mum ist – wie man auf Deutsch sagen würde ein Hippie – und einfach total nett und bodenständig. Sie hat mittlerweile neu geheiratet und hat einen weiteren Sohn (Jac – 12 Jahre alt) mit dem Stiefvater von Jesse.  Sie ist Lehrerin an der Schule in Bell und hat eine eigene Farm. Sie hat eine Pfau, mehrere Küken, Meerschweinchen, drei Hunde, über 20 Rinder, 4 Pferde und eine riesige Fläche an Land. Dazu hat sie mehrere Autos, Motorbikes und Quads.

Wir aßen zum Lunch. Nach dem Lunch zeigte Jesse mir mit dem Quad die gesamte Farm. Ich durfte auch eines der Pferde reiten, während die Jungs mit Dallas neuem Spielzeug „Jazz“ (Die Gun heißt jetzt Jazz) unterwegs waren. Jac, and Ashley (Mum von Jesse) und ich ritten durch die Farm und durch den Busch von Bell. Es war total schön und es hat sehr viel Spaß gemacht. =)

Nach dem zweistündigen Ritt durch den Busch spielten wir alle zusammen ein bisschen Cricket. Sie erklärten mir die Regeln und wie das Spiel überhaupt funktioniert. Es war total lustig und wir hatten sehr viel Spaß zusammen. =)

Nun ging es mit den Motorbikes und den Quads zum Sonnenuntergang zur selbstgebauten Piste von Jac. Jac ist sehr stolz auf seine selbstgebauten Rampen und Pisten für sein Motorbike. Ab nächsten Monat wird er in einen Motorclub eintreten können, wo er Motorbike-stunts lernen kann bzw. er das zu Beruf machen möchte. Nun schauten wir uns unter den Bäumen den Sonnenuntergang an.

Zu Abend kochten wir selbstgemachte Nudeln (ohne Gluten), damit ich das auch essen kann und machten einen Käsekuchen. Es war sehr schön mit einer Familie zusammenzusitzen, die bodenständig ist – wie meine Familie. An dem Abend habe ich meinen Bruder und auch meine Eltern zu Hause vermisst. Es war aber nicht so, dass ich traurig war oder ähnliches – es war einfach nur, dass ich das Beisammensein vermisse.

An dem Abend habe ich sogar ein überraschendes Angebot bekommen. Ashley würde mir für drei Monate auf der Farm Arbeit geben, damit ich ein zweites Workn´holiday Visa beantragen kann. Wir beantragten gemeinsam meinen Antrag auf ein zweites Workholiday Visa. Wenn sie zusagen kann ich dann für drei Monate oder 88 Tage auf der Farm von Ashley arbeiten. Dadurch kann ich ein weiteres Jahr in Australien bleiben, ohne zurückfliegen zu müssen…

Am Abend holten wir Clara aus Toowoomba ab und machten uns am späten Abend auf dem Weg nach Toowoomba zu Jesses Haus und gingen dieses Mal relativ schnell zu Bett… =)

Endlich bin ich nicht mehr die einzige Frau in der Männer-WG!!! Clara ist hier eingezogen!!! =)

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