Samstag, 19.Oktober 2013

Nun geht es heute wieder zurück nach Brisbane, denn am Montag geht es wieder weiter nach Moreton Island. Ich frühstückte ausgiebig 8 Toasts und checkte aus. Johannes, das verfressene Monster aß 17 Toastscheiben!!!

Lustig war aber auch, dass ich mich beim Auschecken mit meinem vollen Namen abgemeldet habe. Keiner aber mit meinem Namen etwas anfangen konnte. Nach langem Hin- und Her- haben wir herausgefunden, dass der ganze Papierkram bzw. die ganzen Anmeldungen alle über meinem Spitznamen „Kate“ laufen und gar nicht mehr über meinen vollständigen Namen. Nun heiße ich in Australien nur noch Kate Vo (statt Katharina Vollrodt). Gott sei Dank heiße ich zwar nicht Barbara oder Gudrun und ich bin meinen Eltern mehr als nur Dankbar einen solchen Namen bekommen zu haben – trotzdem gefällt es mir hier eine neue „Identität“ zu haben. =)

Nun ging es gemütlich aber noch im Halbschlaf zur Bushaltestelle, wo es dann fünfeinhalb Stunden nach Brisbane geht (Auch hier heiße ich nur noch Kate Vo) =) Während der Fahrt sprach ich mit zwei anderen Backpackern (aus Italien und Vietnam).

Nun in Brisbane angekommen geht’s wieder zum YHA-Hostel. Mittlerweile kennt man mich dort und mittlerweile kenne auch ich alle Leute, die dort arbeiten. Ich hielt sie über eine halbe Stunde vom Arbeiten ab, weil wir über Gott und die Welt sprachen. =) Plötzlich meinte er kurz bevor ich mich von ihm verabschieden wollte und mein Zimmer endlich beziehen wollte, dass sie nach einem Model für das Hostel suchen würden und ich doch am besten dafür geeignet wäre. Ich sagte sofort, dass es doch auch noch andere dafür geben würde und ich keine Shootingerfahrungen habe. Da sagte er nur: „See u in five Minutes at the reception desk!“

Nun ging ich aufs Zimmer und dachte mir: „Fuck – was soll ich anziehen? – Ich habe nur vier Hosen, ein Kleid und vier Tops mit!“ Da ich aber so gut, wie gar keine Zeit zum Nachdenken hatte blieb ich so wie ich war (ohne Schminke und ohne mich umzuziehen) und traf mich mit Myrell, dem Rezeptionisten an der Rezeption zum Fotoshooting.

Es war wirklich lustig und ein richtig tolles Shooting. Die Fotos sind auf der Internetseite vom YHA-Hostel in Brisbane zu sehen. =) Vor dem Hostel, hinter dem Hostel, im Pool und auch in den Zimmern fand das Shooting statt. Die Leute waren sehr lustig drauf und es war kein steifes Shooting oder ähnliches, wie man es sich ja sonst immer vorstellt. Sie haben mir einfach gesagt, dass ich so sein soll, wie ich bin und mich einfach dorthin stellen sollte und mir wird schon wohl etwas einfallen. „Na toll“ – so wie sie wollen..“ Ich kletterte auf den Betten herum, stellte mich auf den Herd, machte einen Radschlag oder eine Brücke vorm Hostel und verschiedene andere Posen. Es war wirklich lustig. Nun bin ich für die Leute im YHA Brisbane das Foto-Naturtalent. =)

Zur Belohnung konnte ich dann am Abend mit den anderen zusammen zu Abend essen und ich habe die Übernachtung umsonst bekommen. =)

Auch, wenn einem etwas anfänglich unseriös erscheint, sollte man etwas wagen und es wenigstens ausprobieren und offen sein für Neues – und man merkt schnell, wie viel Spaß man plötzlich hat und was für Türen sich einem plötzlich eröffnen. Ich würde so etwas jederzeit noch mal wiederholen. =)

Da ich aber noch nicht müde war und ich nicht schlafen konnte ging ich mit Clara und Johannes zur Bücherei, weil ich Internet brauchte und endlich mal wieder skypen wollte. So, wie ich immer Glück habe ging ich mit Clara und Johannes hin und weder mein Handy noch mein Laptop hatte Akku. =( So unterhielt ich mich mit Simon, einem Deutschen, der aus Dortmund-Hacheney kommt und quasi direkt neben dem ehemaligen Internat wohnt. Auch er hatte kein Strom mehr auf seinem Handy und so zogen wir gemeinsam durch die Stadt und stießen an den South Banks auf eine indische Hochzeit.

Beim Spaziergang haben wir gesehen, dass an den South Banks eine geschlossene Veranstaltung ist – wollten aber genauer wissen, was dort los ist und sind dorthingelaufen, obwohl es abgesperrt war. Sprangen über die Zäune und folgten der ungewöhnlichen Musik. Wir gingen in die Open-Air-Halle und staunten nicht schlecht. Alles tanzte, ob jung oder alt – alle hatten prachtvolle Kleider, ob jung oder alt. Es war richtige Stimmung in der Bude und alle sahen zufrieden und glücklich aus. Wir sind mitten in einer indischen Hochzeit. Simon wurde von einer Frau zum Buffet eingeladen und ich bin zum tanzen aufgefordert worden. Man fragte uns, wo unsere Kleider wären. Ich sagte dem Inder ganz ehrlich, dass ich mich hier hereingeschmuggelt habe und nicht wusste, was hier ist und ich eigentlich „nur“ ein Backpacker bin. Er fing an zu lachen und stellte mich und Simon seiner „kleinen Familie“ vor – für mich war es eher die halbe Verwandtschaft. Ich erhielt von einer kleinen Schwester Mohini einen kleinen bunten Umhang mit dem Kommentar:“ U looks nicier with that one – not so desolate!“ =) So tanzte ich mit der Familie von Bishen bis in die Nacht.

Indische Hochzeit an den South Banks

Indische Hochzeit an den South Banks

Simon und ich waren verwundert darüber, wie man so viel Spaß beim Tanzen haben kann – und zwar das ganze ohne Alkohol. =) Nun ging es zurück ins YHA ins Bett. Dort wurden wir von Flughunden begleitet.  Wir verabredeten uns für den nächsten Tag.

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