Montag, 25.November

Heute ist mein erster Arbeitstag an der Tankstelle und ich bin schon um 4:00 Uhr morgens auf den Beinen, weil ich nicht mehr schlafen kann.=) In Deutschland ist das noch mitten in der Nacht. In Australien ist das aber eine relativ normale Uhrzeit. Denn die Sonne ist schon am Himmel und es ist hell. Um 4:30 Uhr fängt auch der Verkehr auf den Straßen – zumindest in den Großstädten und den Highways an zu stauen. =) Denn es ist zwar schon hell – aber noch nicht heiß. Es ist die perfekteste Zeit zum Arbeiten. Dafür arbeiten sie meistens bis 13 Uhr und haben dann Feierabend oder manchmal aber auch nur bis 11 Uhr und haben dann 5-6 Stunden Pause und fangen dann wieder an kurz bevor die Sonne wieder untergeht. Ab 6 Uhr Abends ist Sunset – und ab 18:30 Uhr ist dann dunkel. =)

Ich machte für alle WG-Bewohner zur Feier des Tages Pencakes ohne Zucker und Omletts mit Käse. =) So habe ich das Kochen für den heutigen Tag erst mal abgehakt 😉 und kann mich ein bisschen ablenken. =)

Nun um kurz vor 8 Uhr bringt Jesse Clara und mich zur Arbeit – es sind nur 5 Minuten Fahrtzeit (10 km). =) – auf dem Weg sind keine Ampeln, nur ein paar Häuser und genau drei Kreuzungen – ansonsten immer nur geradeaus! So einen einfachen Arbeitsweg hatte ich auch noch nie in meinem Leben gehabt.. Dort angekommen gingen Clara und ich herein, stellten unsere Taschen (wo unser Mittagessen drin ist) ab. Leider war keiner da – nur Glen, der immer um 5 Uhr morgens die Tankstelle aufmacht und sein Taschengeld an der Tankstelle aufbessert. Ich stellte mich selbstbewusst vor – leider konnte er nichts anderes, als nur meine Hand zu schütteln und zu sagen: „ I am Glen, nice to meet you!“ Ich fragte ihn, was meine Aufgaben wären und was ich machen sollte. Er sagte nur: „Clara will teach u!“

So gingen Clara und ich wieder heraus und sie zeigte innerhalb von drei Minuten, was meine Aufgaben sind. Morgens das Scheibenwasser mit Spüli auffüllen und dann die Tankstelle kurz fegen (eigentlich ist es immer gefegt, da der Wind dort sehr stark ist) =).. Nachdem das vollendet ist auf die ankommenden Autos warten, dessen Windscreen (mir fällt gerade das deutsche Wort nicht ein) und die Heckscheibe sauber machen, währenddessen der andere den Kunden fragt, ob er für den Kunden tanken dürfte, den Deckel aufmachen und tanken.

Ansonsten wird es gerne von der Chefin gesehen, dass wir „waven“ – Winken!!! Allen vorbeifahrenden Trucks und allen Autofahrern auf dem Highway kurz zuwinken. Ich kam mir an dem Tag ziemlich doof vor – die ganze Zeit einfach fremden und unbekannten Autofahrern zuzuwinken. Nach einer Woche habe ich sogar gemerkt, dass die Bewohner in Kingsthorpe und auch die Truckfahrer (die wahrscheinlich zum 1000Mal die Strecke fahren) das erwarten – dafür ist die Tankstelle bekannt.=)

Nach vier Stunden Arbeit haben wir endlich um Punkt 12 Uhr unser Lunch. Wir gingen in den benachbarten Bungalow bzw. Container. Dort ist eine Küchenzeile, wo wir unser Mittagessen kochen können. Wir kochten dort Pasta und aßen es auf echt italienischer Weise – Pesto – . =)

Nach dem einstündigen Lunch geht es wieder an die Arbeit – wir tankten, wischten Scheiben und winkten fremden Menschen zu. Erstaunlicherweise machte diese Arbeit aber ziemlich viel Spaß, obwohl sie sehr primitiv und langweilig ist. Wir waren zu zweit und hatten richtig viel Zeit zum Reden, Albern und zum richtigen Kennenlernen.. (Alleine wäre der Job TÖTEND)..

Um 17 Uhr konnten wir nun endlich unsere Arbeit beenden. Jesse holte und freundlicherweise ab und wir konnten uns im klimatisierten Auto fünf Minuten auf dem Heimweg endlich HINSETZEN…

Nun ist der Tag jetzt auch schon fast wieder um, als wir wie jeden Abend unser gemeinsames Abendessen vorbereitet haben, gekocht und gegessen haben. Dan hat zur Feier des Tages zum „Anstoßen“ und zur „Belohnung“ speziell für mich und den anderen WG-Mitbewohnern noch mal einen ganzen Karton Bundaberg Cola-Rum im Pub geholt. Nun wird ab sofort auch immer in der Woche getrunken!!! -> Ganz schön anstrengend! =)=)=)

Obwohl ich morgen wieder schuften muss – ging es für mich um 2 Uhr ins Bett…

Abschließend kann ich sagen: Ich mache in Australien „work´n travel“ – Tolle Kombination!!! – Wer saufen kann, kann auch arbeiten!! =)

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