Freitag, 4. Oktober 2013

 

Boscombe Road

Boscombe Road

Heute geht es noch mal in die Stadt, bevor das Wochenende kommt. =) Ich ging ins Büro – holte meine aktuelle und richtige TAX-File-Number ab (bisher hatte ich nur eine vorläufige TAX-File-Number). Zum Glück hatte ich bisher nur die vorläufige gehabt, denn diese habe ich in meinem Kofferleben-Chaos irgendwie verloren und ich hatte schon die Tage vorher vergebens nach ihr gesucht. =( But no worries (wie die Australier hier immer sagen =)).

Nun holte ich mir endlich meine ersten Australischen FlipFlops. Beim Hinausgehen aus dem Laden fragte mich plötzlich jemand und fragte, ob ich einen Job suchen würde. Erst war ich verwundert, wie er darauf kam und dann fragte ich mich – steht das auf meiner Stirn geschrieben?! Nach zwei Sekunden sagte ich ohne zu zögern – sure! Wir gingen zusammen in ein Cafe und er erzählte mir, dass er jemand von Greenpeace sei und auf der Suche nach neuen Arbeitern wäre etc. Man würde 18 AUS$  die Stunde verdienen und es wäre ein ganz leichter Job. Zum Schluss gab er mir ein Formular, das ich ausfüllen sollte und nächste Woche Donnerstag beim Job Interview doch bitte mitnehmen soll. Diese kleine Kleinigkeit baute mich sehr auf und ich konnte wieder positiv durch die Straßen ziehen. Da ich aber ein nicht so gutes Bauchgefühl bei der ganzen Sache hatte – wollte ich mich erst einmal informieren, was das Ganze auf sich hatte… (wie sich später herausstellte, war es auch gut, dass ich auf mein Bauchgefühl gehört habe – dazu später) =)

Als ich die Straßen auf und ab ging ist mir auch aufgefallen, dass die Australier eine ganz andere Lebensphilosophie und Art und Weise vom Leben haben. Sie sehen alles nicht so streng und haben ein ganz lockeres Zeitmanagement. Sie bemühen sich, dass alles klappt. Aber, wenn es nicht so ist, dann bleiben sie trotzdem ganz ruhig und sind nicht genervt oder schlecht gelaunt. In Deutschland lastet ein ganz anderer Druck auf den Menschen – den sogenannten Perfektionismus. Besonders aufgefallen ist mir das, als ich an der Bushaltestelle stand und auf den Bus nach Hause wartete. Der hatte über eine halbe Stunde Verspätung gehabt. In Deutschland wäre schon fast eine mittelschwere Krise oder Panik ausgebrochen, während die hier ganz gelassen und entspannt an der Bushaltestelle sitzen oder stehen und die Natur ringsherum genießen. Keiner schaut ungeduldig auf die Uhr, keiner hatte vor lauter Frust seine Kopfhörer gezückt und erst mal Metal hören wollen, keiner telefonierte lautstark und schimpfend und gestikulierte wild herum. Sie sagten nur, dass der Bus kommen wird – wenn nicht jetzt, dann später. Wo ist das Problem. Genauso ist es aber auch, wenn du ein Meeting oder ein Treffen mit jemanden ausmachst. Man versucht pünktlich zu erscheinen, wenn aber nicht, dann ist aber auch niemand böse oder verärgert, denn sie sagen, dass das Zeitverschwendung ist. =)

Nachdem ich jetzt hier auf dem Weg nach Brookfield zu Marias Haus bzw. zu meinem Apartment bin habe ich das erste Mal seit langem wieder einen Cupcake essen können (Hiervon gibt es hier Massen – und zwar alle soooo lecker – und dermaßen von Kalorienreich – genau das Richtige für mich =))

Cupcake

Cupcake

Nach dem Cupcake, Abendessen und längeren Gesprächen mit Maria über unser typisches Thema „Gott“ ging ich in mein Zimmer und skypte mit meiner Familie und meinen Freunden, was mir sehr gut tat. Es ist immer schön zu hören, dass es meinen Liebsten auf der anderen Seite von diesem Planeten so gut geht und alles in Ordnung ist. =)

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